Ökologische Verbesserung der Ruhr "Im Neyl" durch Wasserbeschaffungsverband Arnsberg

Unser neues Kraftpaket ist da!

Ökologische Verbesserung der Ruhr „Im Neyl“ durch Wasserbeschaffungsverband Arnsberg  

Als Ausgleich für den Bau des Hochwasserschutzes im Langel führt der Wasserbeschaffungsverband Arnsberg „Im Neyl“ in Arnsberg-Oeventrop an der Ruhr eine Ausgleichsmaßnahme zur ökologischen Verbesserung des Fließgewässers durch.

Diese Maßnahme soll auch einen Ausgleich für den Verlust von Überflutungsflächen durch die Eindeichung an der Trinkwassergewinnungsanlage „Im Langel“ schaffen.

Durch die deutliche Verbreiterung der Ruhr erhöht sich die bei Hochwasser durchflossene Querschnittsfläche, sodass die Hochwasserabflüsse auf einer breiten Fläche verlangsamt zum Abfluss kommen. Der Retentionsraum, der Hochwässern der Ruhr zur Verfügung steht, wird durch diese Verbreiterung deutlich vergrößert. Gleichzeitig wird die Ruhr durch die Aufweitungen von einem derzeit naturfernen, ausgebauten Zustand in einen naturnahen Zustand gebracht. Natürliche Erosions- und Ablagerungsprozesse können wieder stattfinden und es wird der Ruhr ermöglicht, ungehindert ihren Lauf in einem gewissen Maße zu verändern. Mit Hilfe der Aufweitungen, lassen sich wasserwirtschaftliche Synergien zwischen dem zu schaffenden Ersatzretentionsraum und der ökologischen Aufwertung der Ruhr erreichen.

Im Rahmen der Bauarbeiten werden 3.400 m³ Oberboden abgetragen, 6.000 m³ Kies und Schotter aufgenommen und im Ruhrbett wieder eingebaut sowie 14.000 m³ Boden abgefahren.

Mit den Bauarbeiten wurde am 11. August begonnen und die Maßnahme wird voraussichtlich Ende September abgeschlossen sein.

 

Allgemeine Informationen zur Baumaßnahme Renaturierung der Ruhr „Im Neyl“ in Arnsberg-Oeventrop

Hochwasserschutz Langel:

Am 5. August 2013 hat der Wasserbeschaffungsverband Arnsberg mit dem Bau des Hochwasserschutzes der Wassergewinnungsanlage Langel begonnen und rund 7 Monate später am 15. März 2014 wurde die Hochwasserschutzmaßnahme fertiggestellt.

Der Hochwasserschutz der Wassergewinnungsanlage Langel ist einer von mehreren wichtigen Bausteinen im Rahmen eines Multibarrierenkonzeptes zur Sicherung einer einwandfreien Trinkwasserqualität. Die Anlage Langel versorgt rund 29.000 Einwohner im Stadtgebiet Arnsberg mit Trinkwasser und dient im Ausfall der Anlage Möhnebogen auch als Notwasserwerk. In den Hochwasserschutz investierte der Wasserbeschaffungsverband rund 1,7 Mio. Euro.

Ausgleichsmaßnahme:

Als Ausgleich für den Bau des Hochwasserschutzes im Langel führt der Wasserbeschaffungsverband Arnsberg „Im Neyl“ in Arnsberg-Oeventrop an der Ruhr eine Ausgleichsmaßnahme zur ökologischen Verbesserung des Fließgewässers durch. Es soll durch Gewässeraufweitungen und strukturelle Bereicherungen ein weitestgehend leitbildkonformer Gewässerhabitus geschaffen werden.

Welche konkreten Maßnahmen wurden umgesetzt:

Im Zuge der Maßnahmen wird, durch Bodenabtrag in der Talaue von im Mittel 30 m Breite, ein gewässertypischer Habitus geschaffen. Aufgeweitet werden hauptsächlich die – in Fließrichtung gesehen – rechten Uferbereiche der Ruhr. Die neuen Uferlinien werden in ihren Böschungsneigungen stark variieren und geschwungen verlaufen, so dass sich unterschiedliche Sohlbreiten und Einschnittstiefen ergeben.

Für die Aufweitung wird der, in der rechtsseitigen Aue anstehende, Kies abgetragen und ein neues, verzweigtes Flussbett geschaffen.

Die Bestandsbäume im Ufer- und Grünlandbereich bleiben weitestgehend erhalten, indem der Boden in ihrem Traufbereich (zuzüglich eines Sicherheitsabstandes) unangetastet bleibt, während der Kies um diese Bereiche herum bis auf etwa Sohlniveau der Ruhr abgetragen wird. So entstehen mehrere baumbestandene Inseln, die den Abfluss der Ruhr in ein verzweigtes Gewässerbett aufteilen.

Im Bereich des aufgeweiteten Sohlbetts werden eigendynamische Prozesse der Ruhr wieder zugelassen, sodass sich das Bett gemäß den Strömungsbedingungen ständig verändern wird. Stillwasserbereiche und Schnellen können in ihrer Entstehung im Zuge der Bauausführung vor initiiert werden.

Neben den baumbestandenen Inseln entstehen Pionierstandorte, die jährlich von leitbildtypischen Hochstaudenfluren überwachsen und von Hochwässern wieder freigelegt werden.

Hochwassersituation nach Umsetzung der Maßnahme:

Durch die geplanten Maßnahmen wird in Bezug auf einen Abfluss in der Größenordnung eines 100-jähriges Hochwassers, ein zusätzlicher Retentionsraum von rund 20.500 m³ geschaffen. Aus dieser Erhöhung des rechnerischen Retentionsvolumens im Maßnahmenabschnitt lässt sich eine Verbesserung der Hochwassersituationen ober- und unterhalb ableiten. Während sich die Wasserspiegellagen im Oberwasser geringfügig absenken dürften, erfahren Gewässerabschnitte unterhalb eine Verbesserung der Hochwasserlage in Form von reduzierten Abflussspitzen.

Hauptmassen und Kosten der Maßnahme:

Im Rahmen der Bauarbeiten werden 3.400 m³ Oberboden abgetragen, 6.000 m³ Kies und Schotter aufgenommen und im Ruhrbett wieder eingebaut sowie 14.000 m³ Boden abgefahren.

Der Wasserbeschaffungsverband Arnsberg investiert in diese Ausgleichsmaßnahme rund 300.000,- Euro.



 

Corona Update- wir sind telefonisch für Sie da!

Wir reagieren auf den erneuten Lockdown und schließen unsere Kundencenter, im Niedereimerfeld und in Neheim für den persönlichen Kundenkontakt.

Während dieser Zeit sind wir zu den gewohnten Öffnungszeiten selbstverständlich telefonisch und per Mail erreichbar.

Bleiben Sie gesund,
Ihr Stadtwerke-Team