Einführung einer ökonomischen Sanierung mit innovativem Inlinerverfahren

Zzt. sanieren wir in Müschede Ihre Förderleitungen, von der Wassergewinnungsanlage Vorkenbruch bis zum Hochbehälter Steinbergstraße. Die Sanierungsmaßnahme wird auf Grund der örtlichen Gegebenheiten und der Lage der vorhandenen Trinkwasserleitungen im Inlinerverfahren durchgeführt. Dafür ist es notwendig an einigen Punkten im Ort Müschede Montagegruben zu erstellen, damit das Inlinerverfahren an den vorhandenen Trinkwasserleitungen vollzogen werden kann. Es werden ca. 1.796 m DN 150 PVC und 970 m DN 200 PVC Rohrleitungen saniert.

Mit den Arbeiten wurde am 25.08.2014 begonnen und das geplante Bauende ist Mitte Oktober.

Allgemeine Informationen zur Baumaßnahme der Wasserversorgung in Müschede Rohrnetzsanierung Wassergewinnungsanlage Vorkenbruch bis Hochbehälter Steinbergstraße.

Grundlagen

Wir kontrollieren regelmäßig ihr Versorgungsnetz in den einzelnen Versorgungsbereichen auf Wasserverluste. Im Ortsteil Müschede stellte sich heraus, dass die Förderleitungen zwischen der Quelle am Müssenberg und dem Hochbehälter an der Steinbergstraße, zwischen dem Gewinnungsbrunnen Vorkenbruch im Röhrtal sowie dem Hochbehälter, auffällig waren.

Historie

Die beiden Förderleitungen wurden 1974 erstellt, die Materialwahl fiel auf das damals innovative und preiswerte Material PVC. Die 6,0 m langen Rohrstücke und die Armaturenteile wurden mit einem speziellen PVC Kleber miteinander verklebt.

Die erste Trinkwasserleitung wird von der Müssenbergquelle gespeist und füllt den Hochbehälter im freien Gefälle. Die Quelle Müssenberg liegt höher als der Hochbehälter auf der Steinbergstraße. So findet ein hydraulischer Ausgleich statt. Die Quelle liefert ca. 5 m³/h Trinkwasser.

Die zweite Leitung wird aus dem Gewinnungsbrunnen im Röhrtal über eine Brunnenpumpe mit ca. 40 m³/h Trinkwasser gespeist, die ebenfalls zum Hochbehälter führt.

Das Trinkwasser wurde bis letztes Jahr durch Natriumhypochlorit desinfiziert. Seit diesem Jahr betreiben wir UV-Anlagen. Diese töten möglicherweise auftretende Bakterien und Viren mit ultraviolettem Licht ab. Somit ist eine 100 % sichere Versorgung gewährleistet.

Der Hochbehälter auf der Steinbergstraße versorgt die Ortschaften Müschede und Wennigloh mit Trinkwasser.

Jetziger Zustand

Bei den beiden Leitungen aus PVC zeigte die Überwachung in letzter Zeit höhere Wasserverluste an. Dies ist auf die Alterung und die Abnutzung über die 40 Jahre hin zurückzuführen ist. Auf Grundlage der Daten wurde entschieden, die Leitungen zu sanieren.

Es stellte sich die Frage, wie diese Leitungen am besten und wirtschaftlichsten erneuert werden können.

Die herkömmliche Auswechslung der auffällig gewordenen Rohrleitungen durch Aufgrabung ist meist zeitaufwändig, teuer, lärmintensiv und oft mit erheblichen Verkehrsbehinderungen verbunden.

Deshalb wurde nach einem alternativen Sanierungsverfahren gesucht, das für Trinkwasserleitungen geeignet ist.

Umweltschonendes Sanieren durch modernes Inlinerverfahren

Das Inlinerverfahren entspricht allen Anforderungen, um die ca 1.796 m DN 150 PVC und ca. 970 m DN 200 PVC Leitungen zu sanieren.

Die Sanivar AG aus der Schweiz bietet mit Ihrem Gewebeschlauchinliner Typ SaniTubeW® ein geeignetes Material an, welches die gegebenen Schwierigkeiten bewältigen kann. Während eines Baustellentermins im Bergischen Kreis bei einem benachbarten Versorgungsunternehmen überzeugten sich unsere Mitarbeiter(innen) von den praktischen Anwendungen.

Die Fa. Sanivar erhielt somit im August 2014 den Auftrag die Trinkwasserleitungen mit einem Gewebeschlauchinliner zu sanieren. Beginn der Baumaßnahme war der 25.08.2014.

Der SaniTubeW® ist ein Stand-Alone-Gewebesschlauch und stellte auf Grund seiner Eigenschaften die beste Wahl dar. Der Gewebeschlauch wird ohne Kleber in die vorhandenen Trinkwasserleitungen eingezogen. Nachdem der Gewebeschlauch eingezogen ist, wird der Schlauch mit Luft aus einem Kompressor aufgeblasen bis er sich an die vorhandenen Trinkwasserleitungen nahezu fest anlehnt. Die Struktur des Gewebeschlauches mit der Innen- und Außenbeschichtung stellt sicher, dass dieser nicht mehr zusammenfällt.

Für die Ausführung der Arbeiten müssen an speziellen Punkten wie bei Armaturen oder Bögen > 45° nur Start- und Zielgruben auf der Leitungstrasse ausgehoben werden, welche unser Vertragsunternehmen durchführt.

Die Förderleitungen in Müschede benötigen 12 Montagegruben auf der ganzen Strecke, damit der Gewebeschlauch fachgerecht einzogen werden kann.

Die Arbeiten für das Inlinerverfahren werden voraussichtlich einen Monat andauern. Mit Vor- und Nachbereitung wird von einer kompletten Bauzeit von ca. 7 Wochen ausgegangen.

Link zur Sanierungsfirma:

http://sanivar.de/de/herzlich-willkommen-bei-der-sanivar-ag

 

Corona Update- wir sind telefonisch für Sie da!

Wir reagieren auf den erneuten Lockdown und schließen unsere Kundencenter, im Niedereimerfeld und in Neheim für den persönlichen Kundenkontakt.

Während dieser Zeit sind wir zu den gewohnten Öffnungszeiten selbstverständlich telefonisch und per Mail erreichbar.

Bleiben Sie gesund,
Ihr Stadtwerke-Team