Unser Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nr.1. Doch über das Trinkwasser gibt es noch viel mehr zu erzählen! Ein Faktencheck.

Es gibt viele Gründe stolz auf unser Trinkwasser zu sein. Es ist ein reines Naturprodukt, das unmittelbar aus der Region stammt. Das ist möglich, weil Deutschland ein wasserreiches Land ist. Gerade einmal drei Prozent vom vorhandenen Wasserangebot werden für die öffentliche Wasserversorgung genutzt. In Deutschland wird das Trinkwasser zu 64 Prozent aus Grundwasser gewonnen und damit aus einer Tiefe von ungefähr 200 Metern. 27 Prozent des Trinkwassers stammt aus fließenden Gewässern, Talsperren und Seen sowie aus Quellen (9 Prozent).

Über 6.000 Wasserversorgungsunternehmen gibt es in Deutschland. Sie produzieren jeden Tag natürliches und gleichzeitig einwandfreies Trinkwasser zu einem unschlagbar guten Preis. Ein Liter kostet im Schnitt gerade einmal 0,2 Cent. Tatsächlich steigen immer mehr Menschen von klassischem Mineralwasser aus dem Supermarkt auf "Arnsberger Tafelwasser" um. Dafür gibt es verschiedene Gründe: neben den Kosten ist vielen auch der Gesundheitsaspekt wichtig, denn Wasser aus dem Hahn ist frischer als Wasser, das in Flaschen abgefüllt und in den Supermarkt transportiert wurde. Wer auf die prickelnde Kohlensäure nicht verzichten möchte, kann sich mit einer kleinen CO2-Sprudelanlage für den Hausgebrauch behelfen.

Wasserversorgung

Unser Trinkwasser wird wöchentlich von einem unabhängigen Institut geprüft. Kein anderes Lebensmittel unterliegt so strengen Auflagen und Kontrollen. Festgeschrieben ist dies in der Trinkwasserverordnung zusammen mit Grenzwerten und Bestimmungen für zahlreiche Inhaltsstoffe.

Unser Trinkwasser ist eben ein besonders schützenswertes Gut und jeder von uns ist dafür mitverantwortlich, dass unser Trinkwasser auch in Zukunft in einwandfreier Qualität verfügbar ist. So sollte darauf geachtet werden, dass Pflanzen auf Feldern und im eigenen Garten nicht überdüngt werden und dass nicht mehr Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, als unbedingt nötig. In Ratgebern rund um den Garten gibt es viele natürliche Alternativen zur chemischen Keule. Farbreste, Chemikalien oder Medikamente sollten nicht über die Toilette entsorgt werden. Derlei Einträge können irgendwann ins Grundwasser gelangen.

Jeder Hausbesitzer und Vermieter ist ab dem Wasserzähler selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich. Besondere Vorsicht ist bei Bleirohren in Altbauten gegeben. Diese müssen ausgetauscht werden, damit der Grenzwert für Blei im Trinkwasser eingehalten werden kann. Wenn Sie unsicher sind, ob in Ihrem Haus Bleileitungen verlegt sind, fragen Sie Ihren Verwalter oder Vermieter. Bleirohre werden allerdings seit 1973 nicht mehr verlegt. In Zweifelsfällen helfen auch die Stadtwerke. Hier kann gegen eine kleine Gebühr das Wasser aus der Hausinstallation von einem externen Labor untersucht werden. Bekanntlich liegt der Teufel ja immer im Detail. So ist es auch bei der eigenen Hausanlage ein kleines Ventil, das, wenn es defekt ist, das komplette Rohrnetz mit unerwünschten Fremdstoffen verunreinigen kann. Direkt hinter dem Wasserzähler sitzt der Rückflussverhinderer. Er tut das, was sein Name schon sagt: Er verhindert, dass Wasser zurück ins Netz fließt und wird dafür einmal im Jahr gewartet. Ob das Ventil noch funktionstüchtig ist, kann ein Installateur innerhalb weniger Minuten überprüfen. So kann jeder Einzelne sicherstellen, dass die hohe Qualität des Trinkwassers erhalten bleibt.

Wasserversorgung

Der Mensch kann längere Zeit ohne feste Nahrung auskommen, aber nur wenige Tage ohne Wasser überleben. Darum sollte man immer darauf achten, über den Tag verteilt genügend Wasser zu sich zu nehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Erwachsene täglich etwa 1,5 Liter.

Aber Hand aufs Herz - schaffen Sie es, jeden Tag die erforderliche Menge Wasser zu trinken? Falls nicht, hilft Ihnen vielleicht einer unserer Tricks:

- Am Arbeitsplatz / an einer Stelle in der Wohnung, an der man häufig vorbeikommt, z.B. im Flur, eine Wasserflasche und ein Glas deponieren. Sich vornehmen, jedes Mal, wenn man an der Flasche vorbeikommt, das Glas zu leeren und sofort nachzufüllen. Wer im Büro arbeitet, kann das Glas z.B. neben der PC-Maus platzieren und hat es damit ständig vor Augen. Mit der Zeit wird das regelmäßige Trinken zur Gewohnheit.

- Eine hübsche Wasserflasche besorgen, die man unterwegs mitnehmen kann. Egal, ob in der Schlange an der Supermarktkasse, im Wartezimmer beim Arzt oder auf dem Spielplatz mit den Kindern - es gibt immer wieder Gelegenheit, kurz einen Schluck Wasser zu trinken. Ist die Flasche immer dabei, geht auch das Trinken zwischendurch mit der Zeit "in Fleisch und Blut über".

- Strichlisten führen. Pro Tag sollte ein Erwachsener acht Gläser Wasser zu sich nehmen, Kinder fünf Gläser. Streichen Sie jedes Mal, wenn Sie ein Glas geleert haben, einfach ein Glas durch - Sie werden sehen, wie Sie mit der Zeit immer schneller Ihre Portionen leeren. Alternativ helfen hier auch Apps weiter, die den Benutzer regelmäßig ans Trinken erinnern.

Bleiben Sie bei allen Themen auf dem Laufenden

Übersicht aller Artikel