Solarstrom für die Trinkwassergewinnung

Die Stadtwerke Arnsberg setzen ein starkes Zeichen für den Klimaschutz
v.l. Stadtwerke Arnsberg Geschäftsführer Ulrich K. Butterschlot, Geschäftsbereichsleiter Wasserversorgung Thomas Kroll und Tilia Geschäftsführer Stephan Werthschulte

Arnsberg. Seit dieser Woche wird das Wasserwerk Möhnebogen umweltfreundlich mit Solarstrom versorgt. Die Stadtwerke Arnsberg haben neben dem Wasserwerk eine Photovoltaikanlage errichtet und leisten damit einen weiteren sichtbaren Beitrag zum Umweltschutz. Die Anlage mit einer maximalen Leistung von 216 Kilowatt (kWp) wurde so ausgelegt, dass der produzierte Solarstrom immer zeitgleich im Wasserwerk verbraucht wird.

Bei der Planung war uns besonders wichtig, dass die Auflagen des Trinkwasserschutzes eingehalten werden, die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser gewährleistet wird und zugleich die Betriebskosten entlastet werden. Wie eine große Anzahl an Wasserversorgern mit mehrstufigen Aufbereitungsverfahren, sahen auch wir uns in den vergangenen Jahren den steigenden Strompreisen ausgesetzt. Gleichzeitig wurde die Eigenversorgung mittels erneuerbarer Energien wirtschaftlich attraktiver. Durch die Einsparungen beim Strombezug wird das Projekt einen positiven wirtschaftlichen Beitrag leisten, obwohl die Einbindung in die bestehende Stromversorgung im Wasserwerk aufwändiger ist als bei anderen Anlagen

so Thomas Kroll, Geschäftsbereichsleiter Wasserversorgung.

Die Anlage wird jährlich ca. 200.000 kWh klimafreundlichen Solarstrom erzeugen und deckt zukünftig einen wesentlichen Anteil des Strombedarfs des Wasserwerks Möhnebogen. Durch den vor Ort erzeugten und verbrauchten Strom werden jährlich klimaschädliche Emissionen vermieden, die umgerechnet 93 t/CO2 entsprechen. Eine Einspeisung in das öffentliche Netz ist nicht vorgesehen.

Da die Herstellkosten von PV Anlagen in den letzten Jahren stark gesunken sind, ist der Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage, so lange er für den Eigenverbrauch eingesetzt wird, heute wesentlich günstiger als der Strom aus dem Stromnetz.

Stephan Werthschulte, Geschäftsführer der Arnsberger Firma Tilia, die zusammen mit den Stadtwerken Arnsberg für die Idee, Konzeption und Umsetzung des Projektes verantwortlich ist und betont: „Damit ist das Projekt auch ein wirtschaftlicher Erfolg.“

Nach erfolgreicher Inbetriebnahme erarbeiten die Stadtwerke Arnsberg und Tilia jetzt gemeinsam weitere Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz und Eigenversorgung mit erneuerbaren Energien.

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