Digital voraus!

@Springer Gabler

Arnsberg. Schnell die E-Mails von unterwegs checken, ein Foto an die Familie aus dem Urlaub über Whats App und Musik von Spotify und Co. beim Joggen hören. Das World Wide Web und Smartphone sind längst zu einem Medium des Alltags geworden und selbstverständlicher Tagesbegleiter. Immer und überall. Die Digitalisierung durchdringt alle Bereiche des täglichen Lebens und verändert Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur gleichermaßen. Das Buch „Digitalisierung in Stadt und Land“ von Hans-Josef Vogel und Karlheinz Weißer zeigt beispielhaft auf, wie sich die Digitalisierung auf die Stadt Arnsberg auswirkt und wie eine Stadt und deren Töchter den digitalen Trend aktiv mitgestalten können. „Wir möchten mit dem Buch Mut machen“, erklärt Hans-Josef Vogel die Intention hinter dem Buch. „Das Buch beinhaltet die wichtigsten Trends der Digitalisierung und erklärt diese anschaulich für jedermann.“ Das Buch entstand in der Zeit, in der Hans-Josef Vogel als Bürgermeister die digitale Agenda der Stadt Arnsberg mit ins Leben gerufen und aktiv mitgestaltet hat. „Das Fantastische an dem Buch ist, dass wir jetzt schon wieder ein halbes Jahr weiter sind und viele Ideen aus dem Buch bereits in der konkreten Umsetzung sind und Hunderte neue Möglichkeiten dazu gekommen sind, das Leben, Geschäfte und Verwaltung einfacher zu gestalten“, so Vogel.

Ein Punkt, den beide Autoren als zentralen Faktor für die digitale Strategie in Stadt und Land sehen, ist der Ausbau einer neuen digitalen Infrastruktur. Diese beinhaltet ein flächendeckendes Breitband in allen Regionen und den damit verbundenen Ausbau hin zu intelligenten Netzen z.B. für autonomes Fahren. Aber auch ein kostenloses öffentliches WLAN auf allen öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Gebäuden sowie schulinternes WLAN und Schul-Clouds.

Auch bei den Stadtwerken Arnsberg hat die Digitalisierung Einzug gehalten. So sind erste Ortsteile mit digitalen Wasserzählern ausgestattet und das Smartphone als Parkticket gehört in Arnsberg bereits zum Standard. „Ich bin sehr stolz auf die Mitarbeiter der Stadtwerke, die dem Thema Digitalisierung gegenüber aufgeschlossen sind und unseren Weg aktiv mitgestalten“, so Karlheinz Weißer. „Wir werden unsere ersten Erfolge als Ansporn nehmen und uns weiter den Herausforderungen stellen.“ Bereits heute müssen sich die Stadtwerke mit Themen zu intelligenten Verkehrssystemen, Urban Mining, Breitband und Nachhaltigkeit auseinandersetzen, um für die Zukunft gewappnet zu sein. „Wir haben eine Strategie“, erklärt Weißer das weitere Vorgehen. Einen Masterplan gibt es jedoch nicht. „Ein wesentliches Merkmal der Digitalisierung ist die rasante Geschwindigkeit, mit der sich alles entwickelt. Hier könnten wir wertvolle Zeit verlieren. Wir werden uns auch darauf einstellen müssen, dass nicht alle Ideen von uns sich so entwickeln, wie wir uns das heute vorstellen. Wichtig ist, dass wir uns davon nicht entmutigen lassen, sondern auch weiterhin die Themen proaktiv zusammen mit der Stadt Arnsberg mitgestalten.“

Die beiden Autoren sind sich bewusst, dass nicht jeder der Digitalisierung positiv gegenüber aufgeschlossen ist und nehmen die Ängste der Bürgerinnen und Bürger ernst. „Der Datenschutz spielt hier eine entscheidende Rolle“, so Vogel. „Wenn wir über Digitalisierung reden, reden wir auch immer über Datenschutz und Datensicherheit. Diese Themen müssen mit der gleichen Konsequenz vorangetrieben werden und sich die Waage halten.“ Andere Länder mit Vorbildfunktion in Sachen Digitalisierung, wie Estland, geben hier Anregungen, wie eine digitalisierte Welt mit einem neuen Verständnis von Datenschutz als Datensouveränität der Bürgerinnen und Bürger sowie Datensicherheit vor Überfällen hervorragend funktionieren kann. „Digitalisierung soll kein Selbstzweck sein“, so Weißer. „Unser Ziel ist es, die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu verbessern. Der Mensch ist und bleibt bei dieser Entwicklung im Fokus.“

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