Das Abwassernetz
Insgesamt ist das öffentliche Entwässerungsnetz der Stadt Arnsberg fast 500 km lang. Damit ergibt sich eine Anschlussdichte von 6,5 m Kanal pro Einwohner.
Zum Vergleich: In den Ballungszentren des Ruhrgebietes liegt dieser Wert gerade einmal bei 0,2 m Kanal je Einwohner. Der Anschlussgrad liegt mit 99,5 % über dem Landesdurchschnitt. Aufgrund der stark ausgeprägten Topografie können mehr als 98 % der Kanäle im freien Gefälle betrieben werden. Nur etwa knapp 7 km des Netzes sind Druckleitungen, die mittels Pumpstationen ihre Aufgabe beim Ableiten des Abwassers erfüllen.
Aus historischen Gründen und aufgrund der leistungsstarken Flüsse und Bäche im Stadtgebiet ist das Entwässerungsnetz von Arnsberg zu etwa 80 % als Mischsystem - das heißt Regen- und Schmutzwasser fließen durch einen Kanal - errichtet worden. In jüngerer Vergangenheit hat der Anteil von Trennsystemen - separate Kanäle zur Ableitung von Regen- und Schmutzwasser - insbesondere in Neubaugebieten einen sehr starken Zuwachs erfahren.
Der 1995 eingeführte § 51 a des Landeswassergesetzes NRW hat diese Entwicklung wesentlich beeinflusst. Das Gesetz sieht vor, dass das Niederschlagswasser vorrangig verrieselt, versickert oder ortsnah in eine Vorflut eingeleitet werden soll. Ein geplantes Trennsystem gilt als gleichwertige Lösung. Jedoch können Neubaugebiete auch heute noch in begründeten Fällen im Mischsystem entwässert werden.








