Geothermie

Regenerative Energie aus Erdwärme
Die Beheizung eines Freizeitbades mit der Wärme aus der Erde ist bundesweit ein Pilotprojekt. Bei der Planung des Freizeitbades NASS, das wie alle Freizeitbäder einen hohen Wärme-energiebedarf hat, war der Einsatz regenerativer Energien ein wichtiges Thema.

Die Verantwortlichen haben sich für die Energieart Erdwärme entschieden. Diese nachhaltige, saubere und überall verfügbare Energie steht täglich 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung.

Es handelt sich hierbei um die sogenannte Tiefengeothermie mit einer geschlossenen Erdwärmesonde. Aus einem Bohrloch in 2.835 m Tiefe, wo die Temperatur etwa 90 ° C beträgt, wird das heiße Wasser an die Erdoberfläche geführt und direkt in den Technikkreislauf des Freizeitbades NASS eingespeist. Mit dieser Energieart wollen wir etwa 70 Prozent des gesamten Wärmeenergiebedarfs im NASS abdecken. Wir sparen damit jährlich rund 800 Tonnen Kohlendioxid (CO2), welches einer Energiemenge zur Beheizung von 140 Einfamilienhäusern entspricht.

Mit dieser Tiefe von 2.835 m haben wir die tiefste Bohrung in NRW. Die Geologen haben durch diese Bohrung erstmals Informationen über die Geologie in dieser Region in einer Tiefe von mehr als 1.000 m erhalten. Dieses bundesweite Pilotprojekt hat das Thema Geothermie in Arnsberg vorangetrieben. Bereits heute wird etwa jeder siebte Neubau in Arnsberg mit der sogenannten oberflächennahen Geothermie in Verbindung mit einer Wärmepumpe beheizt.

Thermalsole
Bei der ersten Bohrung nach Erdwärme haben wir im Januar 2007 in 583 m Tiefe hochwertige Thermalsole angetroffen.

Diese Thermalsole mit einem Chloridgehalt von etwa 4 bis 5 Prozent kommt mit einer Temperatur von etwa 25°C und aus eigener Kraft bei einer Menge von rund 80 m³ pro Stunde an die Erdoberfläche. Wir nutzen diese hochwertige Thermalsole für den Einsatz in den Solebecken des Freizeitbades NASS und beliefern damit das Gradierwerk im Thermalsolepark Große Wiese.